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Regelungen der Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen
Seit 1 Juli 2008 hat die Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen (VVG-Info V) die volle Geltung erlangt.

Die VVG-Info V enthält einen umfangreichen Katalog an Informationen, die dem Versicherungsnehmer in allen Versicherungssparten zur Verfügung gestellt werden müssen. Hierzu zählen etwa Angaben zum Versicherungsunternehmen, zu den angebotenen Leistungen, zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder zum Rechtsweg. Hierüber hinaus auch:

Produktinformationsblatt


Dem Versicherungsnehmer muss ein sogenanntes Produktinformationsblatt übergeben werden, in dem die wichtigsten Inhalte zu Abschluss und Erfüllung des Versicherungsvertrages zusammengefasst sind. Das Produktinformationsblatt soll dem Versicherungsnehmer vor den übrigen Informationen übergeben werden und in verständlicher und übersichtlicher Form abgefasst sein.


Offenlegung der Courtagen in EURO und Cent

Bei der Lebensversicherung, der Berufsunfähigkeitsversicherung sowie der Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr und privaten Krankenversicherung müssen die einkalkulierten Kosten vor Vertragsschluss in Euro und Cent ausgewiesen und damit dem Kunden dargelegt werden.

Zu einer zunächst befürchteten Offenlegung von Einkünften von Versicherungsmaklern oder den Angestellten eines Versicherungsunternehmens ist es nicht gekommen. Dem Kunden müssen die in die Prämien einkalkulierten Kosten mitgeteilt werden. Eine Bekanntgabe konkreter individueller Vergütungsbestandteile oder Provisionen erfolgt grds. nicht.


Verstoß gegen die VVG-Info V

Ein Verstoß gegen die VVG-Info V kann dazu führen, dass der betreffende Versicherungsvertrag unter Umständen noch nach Jahren widerrufen werden kann. Die Widerrufsfrist beginnt nämlich erst zu laufen, wenn dem Versicherungsnehmer der Versicherungsschein nebst Versicherungsbedingungen sowie die weiteren Informationen nach § 7 Abs. 1 VVG, § 2 VVG und § 3 VVG zugegangen sind. (Wichtig: Früher Beginn der Widerrufsfrist bei „Stellvertretermodell“, da Zugang beim Makler zählt / vgl. auch oben unter „Das Stellvertretermodell“)