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Fazit

Das Stellvertretermodell eröffnet dem Makler ein vereinfachtes Handling in Bezug auf seine typische Tätigkeit, die Vermittlung von Versicherungsverträgen. Neben den hier angesprochenen Vertragsschlussmodellen gibt es weitere jedoch nicht sonderlich verbreitete, so etwa das ´Modell der bedingten Antragserklärung´. Mit diesem Modell etwa können sich Versicherer und Vermittler den Umstand zunutze machen, dass ein Antragsteller die Antragsbindung ausschließen kann. Er kann nunmehr eine Erklärung abgeben, wonach seine Bindung an den Antrag erst dann eintreten soll, wenn eine aufschiebende Bedingung, nämlich die Zusendung der Vertragsinformationen eintritt. Mit Zusendung der Vertragsinformationen tritt dann automatisch die Bindungswirkung des Antrags ein, das heißt, dass aus der zunächst unverbindlichen Antragserklärung ein verbindlicher Antrag wird. Der Versicherer muss dem Versicherungsnehmer (oder in Stellvertretung dem Vermittler) dann nur noch mit zweiter Post die Versicherungspolice und die Widerrufserklärung zusenden.

Ob, wann und wie die Rechtssprechung oder der Gesetzgeber die jeweils gewählten und durchgeführten Modelle behandelt, bleibt abzuwarten, was insbesondere auch für die nicht so verbreiteten Modelle gilt. Insoweit wird die Zeit zeigen, was geschieht, wenn von den Modellen abgewichen wird. Hier wird es sicherlich auf den Einzelfall und die Frage ankommen, ob und inwiefern eine Beeinträchtigung des der VVG-Reform zugrunde liegenden Verbraucherschutzes stattfand. Eine gerichtliche Entscheidung wird den Gedanken den Verbraucherschutzes hierbei sicherlich in den Vordergrund rücken.

Tatsache ist, dass das Stellvertretermodell im Moment von den meisten Maklerversicherern im gesamten Schadenbereich (ausgenommen (groß-)gewerblich-/industrielles Geschäft; hier wird - wie im Personenversicherungsbereich – das Invitatiomodell präferiert) favorisiert wird.
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